#adventskalender

“Morgen, Kinder, wird’s was geben. Morgen werden wir uns freuen.”
Weihnachten steht vor der Tür! Aufs große Fest müssen wir leider noch ein bisschen warten, aber den terzwerk-Adventskalender mit seinen musikalischen Türchen gibt’s schon heute. Viel Spaß beim Türchenöffnen!

eins

Endlich ist es soweit. Der Countdown zum Jahresende beginnt. Lichterketten, Lametta, Weihnachtskugeln und wunderschöne Kerzen. Langsam kommen wir in Weihnachtsstimmung. Es ist die gemütlichste Zeit im Jahr, die wohl nach dem weihnachtlichsten Album überhaupt verlangt: Christmas von Michael Bublé. Für mich die perfekte Begleitmusik, um sich auf die Feiertage einzustimmen. Hört es euch an und ran an die Plätzchen. Let‘s listen to some sparkling Christmas Songs!


(ek)

vier

Draußen liegt Schneesuppe. Zum Glück ist heute Samstag und damit genug Zeit für den Adventskalender. Türchen 3 schnell nachholen und für heute Nummer 4 öffnen. Vier ist ja fast Vierundzwanzig – der Tag an dem plötzlich so viel über Jesus gesprochen wird. Das ruhig schlafende Kind, dem ganz viele Geschenke gebracht werden… oder auch nicht!

Sorry Maria, selbst Schuld! Du gibst dem kleinen Trommler das Okay, im Stall sein Schlagzeugsolo für sleepy Baby-Jesus zu geben! Pech. Pa-ram-pam-pam-pam.

Noch was für’s Auge:

(lm)

fünf

Der besinnliche zweite Advent, ein Tag zum Innehalten und sich Hingeben. Doch wem und wie? Mein Vorschlag: mit dem Gehörgang und der Winterreise von Schubert. Ja, es ist etwas ausgelutscht und ja, es handelt sich dabei nicht um eine Empfehlung von unbekannter Nischenmusik. Aber als ich mich während eines grau verhangenen Wintersemesters durch die Vinylauswahl des Plattenladens der Ruhr Uni Bochum wühlte, fiel mein Blick auf eine Schubert-Sammlung. Vorgetragen von dem Bariton Georg Jelden und dem Pianisten Dieter Wagner, eine der schönsten Einspielungen der Winterreise, die ich kenne, doch leider weder bei Youtube noch Spotify zu finden. Stattdessen jedoch eine exzellente Gitarrenversion des Lindenbaums von Brandon Acker und Ryan de Ryke:

(le)

acht

“Mele Kalikimaka is the thing to say

On a bright Hawaiian Christmas day

That’s the island greeting that we send to you

From the land where palm trees sway”

 

Für die meisten klingen Sonnenschein und Palmen wohl nicht zuerst nach Weihnachten. Den Song komponierte 1949 R. Alex Anderson für seine Heimat Hawaii. Seinem Freund Bing Crosby gefiel das Weihnachtslied so gut, dass er es zusammen mit den Andrew Sisters aufnahm, Anderson damit überraschte und als Teil seines berühmten Albums Merry Christmas zu einem absoluten Klassiker machte. Der Ausdruck Mele Kalikimaka ist dabei nicht die wörtliche Übersetzung des englischen Merry Christmas. Viel mehr handelt es sich um ein Lehnwort, denn das Hawaiische kennt nur 8 Konsonanten und mehrere Konsonanten nacheinander können nicht gesprochen werden.

Warum gerade dieser Song? Weil er ein paar Sonnenstrahlen ins düstere Winterwetter bringt oder einfach weil ich hiermit den Ohrwurm meiner gesamten letzten Woche teilen kann. :)

(sg)

neun

Vor neun Tagen hat die Adventszeit begonnen. Eine Zeit voller Freude, Glück und Besinnlichkeit. Für das spezielle Weihnachtsgefühl sorgen neben Freunden, Familie und Plätzchen auch Weihnachtslieder. Eines der wohl bekanntesten Stücke, welches aus der Weihnachtszeit nicht mehr wegzudenken ist, ist der Pachelbelkanon. Er geht mit seiner markanten Basslinie jedem Menschen ins Ohr und ist Inspiration für zahlreiche Adaptionen und Cover. An dieser Stelle möchte ich eine Version vorstellen, die mir jedes Mal wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

(lmp)

zwölf

12 Tage des Dezembers sind vergangen. Geschneit hat es bereits, der dritte Advent ist da. Genau heute, am 12.12. vor 187 Jahren wurde der schwedische Komponist Kurt Atterberg geboren. Obwohl er zahlreiche Werke komponierte, ist der Großteil seiner Musik vielen unbekannt. Wenn es euch genauso geht, könnt ihr das mit dem heutigen Türchen ändern. Und zwar mit seinem Klavierkonzert in b-Moll. Ein vom Cello geprägtes Meisterwerk der Romantik: schwermütig, sehr majestätisch und magisch.

Mozarts Todesumstände sind umstritten, Haydn schnitt seinem Vordermann den Haarzopf von der Perücke ab. Wie bei vielen anderen Musiker*innen gibt es auch zu Kurt Atterberg eine dunkle Geschichte. Er war großer Befürworter der nationalsozialistischen Politik und sogar Generalsekretär einer Organisation der Reichsmusikkammer. Sollten wir also Musik von Komponist*innen mit extremen und menschenverachtenden Ansichten nicht mehr hören? Oder sollten wir uns nur auf den musikalischen Aspekt konzentrieren und alles andere außen vor lassen?

Lohnenswerte Stellen gibt es im Klavierkonzert in b-Moll von Atterberg auf jeden Fall genug:

0:00 min.; 16:26 min.; 21:13 min.; 31:04 min.; 33:45 min.

(fb)

dreizehn

Die Hälfte der Türchen sind bereits geöffnet. Und, schon in Weihnachtsstimmung? Für mich gibt es immer zwei Momente, an denen ich erkenne, dass bald Weihnachten ist. Zum einen sind das die Weihnachtsplätzchen meiner Oma, denn die sind einfach einmalig! Egal, wer versucht, sie mit dem gleichen Rezept zu backen – so wie bei Oma schmecken sie sonst nirgendwo! Zum anderen ist es das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach. Zugegeben, es ist kein wirklicher Geheimtipp und auch die Aufnahme von Karl Richter zählt zu den bekanntesten. Dennoch ist es für mich untrennbar mit Weihnachten und der Adventszeit verbunden. Wenn also das Weihnachtsoratorium erklingt, während meine Mutter das Wohnzimmer weihnachtlich dekoriert und die erste Dose mit Omas Plätzchen auf dem Kaffeetisch steht, dann ist für mich klar: Bald ist Weihnachten. Daher wünsche ich heute viel Spaß mit dem Münchener Bach-Chor, dem Münchener Bach-Orchester, Karl Richter und ihrer Interpretation von Bachs Weihnachtsoratorium:

(mk)

sechzehn

So richtige Weihnachtsstimmung kommt bei mir immer auf, wenn ich ruhige Jazzmusik höre. Obwohl ich mich nicht sehr gut im Jazz auskenne, bin ich jedes Mal von der entspannenden Wirkung begeistert, die weihnachtliche Jazzsongs haben können. Deswegen möchte ich euch heute “Christmas With My Friends VII” von Nils Landgren empfehlen.
Dem sympathischen Jazzposaunisten aus Schweden ist eine Reise durch die Weihnachtsmusik verschiedener Länder und Zeiten gelungen. Sowohl “Ave Maria” als auch “Feliz Navidad” sinnvoll auf einem Album unterzubringen, gelingt wohl nicht vielen, Landgren und seinen Freunden aber umso besser. Eine Sammlung voller individueller Klasse und spannender Arrangements, die ebenso zum genauen Hinhören wie für die Begleitung während des Weihnachtsessens geeignet ist. Doch dafür ist es eigentlich viel zu schön.

(pa)

siebzehn

Auch zu Weihnachten gibt es sie: Katzenvideos. Eigentlich bin ich kein Fan von inflationär häufig geteilten Videos, in denen Katzen tollpatschig zusammengefaltete Wäsche aus dem Schrank reißen oder über selbst gebaute Parcours stolpern. Doch wenn sie mit voller Hingabe „Stille Nacht“ miauen, dann fallen selbst mir als notorischer Hundesympathisantin kaum noch Argumente ein, warum man sich das nicht anschauen sollte.

Bevor ich jetzt aber eine wissenschaftliche Abhandlung über das Thema: „Wie die (A)Musie der Katze zum Amusement des Menschen beiträgt“, schreibe, schaut es euch einfach selbst an.

(ms)

zwanzig

Lautstarkes Niesen, eine laufende Nase – das sind Dinge, denen man wohl eher aus dem Weg geht. Aber es gibt da tatsächlich eine Variante, in der das Ganze auf mehreren Ebenen einfach nur Spaß macht: diese großartige Szene aus Schostakowitschs Oper „Die Nase“ choreografiert von Otto Pichler in der Inszenierung von Barrie Kosky. Herrlich absurd stimmt hier nicht nur das komische Timing, sondern auch das der Tänzer, die es schaffen, quasi blind eine Performance abzuliefern, die vielleicht dem ein oder anderen ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern kann.

(sg)

einundzwanzig

Aus: Der Tannenbaum von Hans Christian Andersen

~ Der Baum kam erst wieder zu sich selbst, als er im Hofe mit anderen Bäumen abgeladen wurde
und einen Mann sagen hörte: ,,Dieser hier ist prächtig! Wir wollen nur den!“

Nun kamen zwei Diener im vollen Staat und trugen den Tannenbaum in einen großen, schönen
Saal. Ringsumher an den Wänden hingen Bilder, und bei dem großen Kachelofen standen große
chinesische Vasen mit Löwen auf den Deckeln; da waren Wiegestühle, seidene Sofas, große Tische
voll von Bilderbüchern und Spielzeug für hundertmal hundert Taler; wenigstens sagten das die
Kinder. Der Tannenbaum wurde in ein großes, mit Sand gefülltes Fass gestellt, aber niemand
konnte sehen, dass es ein Fass war, denn es wurde rundherum mit grünem Zeug behängt und stand
auf einem großen, bunten Teppich. Oh, wie der Baum bebte! Was würde da doch vorgehen?
Sowohl die Diener als die Fräulein schmückten ihn. An einem Zweig hängten sie kleine, aus
farbigem Papier ausgeschnittene Netze, und jedes Netz war mit Zuckerwerk gefüllt. Vergoldete
Äpfel und Walnüsse hingen herab, als wären sie festgewachsen, und über hundert rote, blaue und
weiße kleine Lichter wurden in den Zweigen festgesteckt. Puppen, die leibhaft wie die Menschen
aussahen – der Baum hatte früher nie solche gesehen -, schwebten im Grünen, und hoch oben in der
Spitze wurde ein Stern von Flittergold befestigt. Das war prächtig, ganz außerordentlich prächtig!

>>Heute Abend<< sagten alle, >>heute Abend wird er strahlen!<<
>>Oh<<, dachte der Baum, >>wäre es doch Abend! Würden nur die Lichter bald angezündet!

Und
was dann wohl geschieht? Ob da wohl Bäume aus dem Wald kommen, mich zu sehen? Ob die
Meisen gegen die Fensterscheiben fliegen? Ob ich hier festwachse und Winter und Sommer
geschmückt stehen werde?<<

Ja, er wusste gut Bescheid; aber er hatte ordentlich Borkenschmerzen vor lauter Sehnsucht, und
Borkenschmerzen sind für einen Baum ebenso schlimm wie Kopfschmerzen für uns andere. ~

(sw)

vierundzwanzig

Vom Himmel bis in die tiefsten Klüfte
ein milder Stern herniederlacht,
vom Tannenwalde steigen Düfte
und kerzenhelle wird die Nacht.

Mir ist das Herz so froh erschrocken,
das ist die liebe Weihnachtszeit!
Ich höre fernher Kirchenglocken,
in märchenstiller Herrlichkeit.

Ein frommer Zauber hält mich nieder,
anbetend, staunend muß ich stehn,
es sinkt auf meine Augenlider,
ich fühl’s, ein Wunder ist geschehn.

(Das Weihnachtsfest, Theodor Storm)

Pünktlich zum 24. gibt’s die liebsten Weihnachtsgrüße aus der terzwerk-Redaktion. Habt ein schönes Fest und lasst es euch gut gehen. Frohe Weihnachten!

zwei

Es gehört genauso zu Weihnachten dazu wie Zimtsterne oder Glühwein. Zum Ende des Jahres bringen viele Künstler*innen noch schnell ein Album heraus. Man möchte ja schließlich an der umsatzstärksten Zeit des Jahres teilhaben. In riesigen Flutwellen überschwemmt uns der Markt mit Alben, die Titel tragen wie „Christmas Lights“ oder „Happy Christmas“. Aber braucht es das wirklich, um in Weihnachtsstimmung zu kommen?
Ich persönlich möchte das bezweifeln. Ein Song, der rein gar nichts mit Weihnachten zu tun hat, bringt mich manchmal sogar mehr in Weihnachtsstimmung als die auf Kommerz ausgerichteten Weihnachtstitel.
Mein persönlicher Tipp ist daher Eva Cassidy’s Cover von Sting’s „Fields of Gold“. Mit ihrer einzigartigen Stimme verleiht die Ausnahmekünstlerin dem Stück viele verschiedene Farben. So viele, dass für 4:42 min. die Zeit stehen bleibt. Weihnachtliches Glitzern liegt in der Luft.


(ms)

drei

Singen ist gesund und in der Weihnachtszeit besonders gut gegen den Winter-Blues geeignet. Deswegen hier ein einfaches Nachmach-Rezept für Zuhause.

Weihnachtslieder zum Mitsingen

Zutaten:
1 Weihnachtslied
1 Text
3 – 4 Akkorde
Freude zum Dekorieren

Dauer: ca. 30 Minuten
Schwierigkeitsgrad: leicht

Man nehme das gewünschte Weihnachtslied und suche Text inklusive passender Akkorde unter https://www.ultimate-guitar.com/.
Text und Akkorde nun auf einem beliebigen Instrument einstudieren oder wahlweise den Computer die Arbeit machen lassen unter https://www.onemotion.com/chord-player/.
Fünf bis zehn Minuten ruhen lassen. In der Zeit potenzielles Publikum kontaktieren.
Kann mit beliebig vielen Singbegeisterten dekoriert und genossen werden.
Fertig ist das Weihnachtslied zum Mitsingen!

(ch)

sechs

Weihnachten ist eine schöne Zeit – überfüllte Weihnachtsmärkte, volle Geschäfte und vergessene Geschenke… und vielleicht doch ein Hauch von Besinnlichkeit?

In Georg Kreislers “Weihnachten ist eine schöne Zeit” wird das Fest der Liebe mit ein wenig Ironie und viel Witz präsentiert, ohne dass es dabei seinen Charme der späten 1950er verliert.

Bevor ihr eure Geschenke kaufen geht, erst einmal einen schönen Nikolaustag und viel Freude mit Georg Kreisler!

(lel)

sieben

Der 7. Dezember, ein ganz normaler Adventstag …

Auf den ersten Blick scheint der 7. Dezember relativ belanglos, besonders nach dem allseits gefeierten Nikolaus Tag. Doch ich bin der Ansicht, dass jeder Adventstag (es sind schließlich nicht sehr viele im Jahr) ein besonderer Tag ist.

Was jeden Tag des Advents zu einem besonderen macht, ist das Kalendertürchen, dass immer kleine Überraschungen bereit hält. Außerdem höre ich jeden Adventstag ein anderes Weihnachtslied. Für den 7. Dezember habe ich mir das Lied „Stille Nacht“ ausgesucht. Es ist eines der bekanntesten und ältesten Weihnachtslieder, das ich wie vermutlich viele von euch gut kenne. Was es für mich so einzigartig macht, ist, dass es auf so vielen verschiedenen Sprachen gesungen wird, um eine ganz besondere Zeit im Jahr zu feiern.

Als kleine Inspiration, um den 7. Dezember auch für euch einzigartig zu gestalten, hört euch doch einmal „Stille Nacht“ auf einer Sprache an, auf der ihr es noch nie gehört habt. ;)

(sw)

zehn

Der Tee-Adventskalender meiner Mitbewohnerin, die Schneeflöckchen mitten am grauen Dezembernachmittag, ein unverhofftes Kompliment oder mein Lieblingsessen nach einem langen Unitag. Positives lässt sich überall finden, auch wenn man manchmal zugegebenermaßen ein bisschen genauer hinschauen muss.

Wie wäre es, anderen im Advent, der Zeit des Ankommens und der Erwartung froher Botschaften, einfach mal so eine kleine Freude zu bereiten? Dafür müsst ihr ja nicht gleich mit flammenden Augen vom Himmel herabflattern wie der Engel Gabriel in einem meiner liebsten Weihnachtslieder.

Für den Anfang genügen schon zwei kurze Fragen: Welche gute Nachricht verschickst du heute? Über was freust du dich?

Bei mir – und vielleicht ja auch gleich bei euch – ist es heute auf jeden Fall die wunderschöne Version von „Gabriel’s Message“ des britischen Vokalensembles VOCES8! :)

(ci)

elf

“Oh my love we’ve had our share of tears

Oh my friend we’ve had our hopes and fears

Oh my friends it’s been a long hard year

But now it’s Christmas”

-Queen, Thank God It’s Christmas, 1984

Selten fand ich diese Worte so passend. Dieses und auch letztes Jahr musste man immer wieder Kopf über Herz stellen, sich einschränken und umplanen.

Aber ein Adventskalender soll ja bekanntlich nicht traurig stimmen, deshalb hier die gute Nachricht: Es wird trotzdem Weihnachten. Egal, ob man mit vielen Leuten oder nur im kleinen Kreis feiern kann, ob es schneit oder an Heiligabend wieder mal 12 Grad ist, es werden Plätzchen gebacken, Geschenke verpackt, Glühwein getrunken, Weihnachtslieder gehört und gesungen.

Hier ist schon mal eins zum warm schunkeln, viel Spaß beim Anhören! :)

(mb)

vierzehn

Musik für Augen und Ohren! Diese Performance von Alicia Keys und ihrer Band bringt nicht nur die Herzen zum Schmelzen sondern wärmt auch gleich mit für die kalte Dezemberzeit! Klickt auf Play, lehnt euch zurück und genießt diese wundervolle Performance!

SET LIST
Show me Love
Gramercy Park
Underdog
Fallin’

(mj)

fünfzehn

Maurice Ravels “Le tombeau de Couperin” ist vielleicht nicht das adventlichste aller Werke, und dennoch gehört es zu denen, die es – egal in welcher Interpretation – jedes Jahr aufs Neue auf meine Dezember-Playlist schaffen. Vom Titel her eine Vermächtnis-Komposition für den französischen Komponisten François Couperin, musikalisch eine sechssätzige Erzählung, die ich bei jedem Hören anders wahrnehme. Auf ihrem aktuellen Album “Images” spielt Anna Lapwood Erwin Wiersingas Orgel-Arrangement des Werks und schafft es, der Komposition mit ihrer Interpretation noch einmal gefühlt unendliche neue klangliche Dimensionen hinzuzufügen – viel Spaß beim Hören!

(hannah)

achtzehn

Ein Weihnachtsversuch

Dies ist der Versuch eines Weihnachtsgedichts.
Wahrscheinlich gelingts mir eh nicht!
Aber trotzdem versuch ich’s, ist doch klar.
Immerhin ist Weihnachten nah.
(Außerdem ruft terzwerks Adventskalenda)

Ist jetzt gerade nicht diese Zeit,
sich Neues vorzunehmen?
Ausprobieren, optimieren und trotz scheitern
immer weiter
kein nein weiter hinzunehmen?
(jaja, diese Fragen kann man sich stellen)

Da wird’s fast anstrengend.
Das geht doch nicht!
Entschuldigt..

Da pack ich lieber, Euch zuliebe,
ganz tief in die Weihnachtskiste:
Weihnachtskugeln, WeihnachtsMÄNNER und ganz viele Weihnachtslieder.
Die Geschenke nicht vergessen
und natürlich – Weihnachtsessen.

Na, zum Glück steht hier auf terzwerk
nicht nur das im Vordergrund.
Die Musik ist Protagonistin,
wie sie zuverlässig standhaft
berührt, verzückt und tief beglückt.

Letzteres klingt irgendwie komisch.
Ist aber so. Ziemlich sicher!
Ich schwör’s auf den Herrn und zum Ende des Tages hab ich wieder gelernt:
Musik ist toll
und Gedichte schreiben ganz schön schwer.

(ch)

neunzehn

DER VIERTE ADVENT!

Adrenalingeladen reiße ich mir die Bettdecke von der Brust, springe mit einem Satz aus dem Bett direkt in meine weihnachtsmannbestickte Elfenhose und haste in das Wohnzimmer, um schnellstmögliche die vierte Kerze eines Adventskranzes anzuzünden, welchen ich leider nicht besitze. Dieses Jahr hatte ich es leider versäumt, mir einen Kranz käuflich zu erwerben; daher mussten vier völlig unterschiedliche Kerzen in quadratischer Anordnung herhalten. Während nun also erregt die vierte Flamme an ihrem kalten Wachs züngelt, begebe ich mich in eine Froschhocke und drücke mich mit der Kraft grüner Oberschenkel in eine fliegende Horizontale, die mich vor der Kaffeemaschine landen lässt. DOCH SCHOCKSCHWERENOT! Ich trage noch keinen Pullover, geschweige denn ein Shirt! So winke ich seelenbeschwert (ein cooler Neologismus des Autors) der Kaffeemaschine zu, die sich zeitgleich emotional attackiert eine dicke Träne von ihrer Karaffe wegwischt und setzte an für eine kaskadenartige Kette von rückwärts ausgeführten Purzelbäumen, durch welche ich wieder an meinem exzellenten Bett lande, wo mir ein extrem hässlicher Weihnachtspullover von der Band Megadeth in mein Blickfeld gerät und ich mich entschließe, mir diese Monstrosität anzuziehen. Zwar besitze ich auch diesen Pullover nicht, aber es gibt ihn wirklich! Sucht in einer Suchmaschine eurer Wahl: “Megadeth Christmas Sweater”.

Was im Internet steht – wie wir alle wissen – muss immer wahr sein!

In diesem Sinne: Kauft euch bitte nicht diesen überteuerten Mistpullover oder kauft ihn euch doch, genießt den vierten Advent mit Menschen, die euch wichtig sind und solltet ihr die Band Megadeth nicht kennen… ja, dann hört halt den ganzen vierten Advent das Debüt der Band mit dem feierlichen Titel: Killing is my Business and Business is Good!

(le)

zweiundzwanzig

Weihnachten ist die Zeit der „Klassiker“, nicht nur der musikalischen, sondern auch der literarischen… da darf doch E. T. A. Hoffmanns Nussknacker nicht fehlen.

Mit einer kuscheligen Decke, einer Tasse Tee und natürlich dem „Nussknacker und Mausekönig“ kann man es sich an einem kalten Winterabend gemütlich machen, ohne dass dabei die notwendige Spannung beim Lesen fehlt. Und was würde sich besser eignen als sich dabei Tschaikowskis op. 71 anzuhören?

Lied des Nußknacker (Heinrich Hoffmann)

König Nußknacker, so heiß ich.

Harte Nüsse, die zerbeiß ich.

Doch die Schalen, ei, schmeiß ich

Lieber andern hin,

weil ich König bin…

(lel)

Dreiundzwanzig

Morgen ist Heiligabend. Deshalb wollen wir euch nochmal so richtig in Weihnachtsstimmung versetzen. Aber nicht etwa mit “Last Christmas” von Wham!, denn das kann ja mittlerweile jeder rückwärts singen, sondern mit „Kling Glöckchen klingelingeling“ von Unheilig. Die für ein Weihnachtslied eher ungewöhnliche Stilrichtung holt einen auf andere Art und Weise aus dem Alltag und erinnert daran, was die Weihnachtszeit ausmacht.

(lmp)

Bildcredits:

Hintergrundbild: Counselling / Foto von Pixaybay

Ausschnitt vom Tannenbaum:  Gary Spears / Nahaufnahme der Weihnachtsdekoration, die am Baum hängt / Foto von Pexels

Weihnachtskugel am Baum: freestocks.org / Foto von Pexels

Tannenzapfen: Jessica Lynn Lewis / Pexels

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